Wie funktioniert erfolgreiches Social Media Marketing?

Wie funktioniert erfolgreiches Social Media Marketing?

In meiner Wahrnehmung hatte Social Media Marketing 2019 einen bemerkbaren Boom! Plötzlich verkaufen und realisieren Agenturen verstärkt Strategien zur erfolgreichen Präsenz auf Facebook, Instagram, YouTube & Co. Wie erfolgreich diese Strategien sind hängen allerdings nicht nur vom eigentlich Content, auch der Frequenz, der Plattform, den Interaktionen mit Followern und mehr ab. Daher sehe ich immer wieder Profile von Firmen, bei denen ich mir denke, dass es ihre Energie und das Geld besser hätten investieren können.

Versteht mich nicht falsch: Social Media Marketing ist tatsächlich für viele Unternehmen in guter Weg, um neue (meist jüngere) Zielgruppen zu erschließen. Jedoch sorgt ein fahriges Konzept, eine schlechte Visualisierung oder schlichter Werbespam meist zu einem teuren Imageschaden, als einer sinnvollen Aufstellung des Unternehmens.

Meist fehlt das Ziel

Das Ziel einer Kampagne, eines Profils, eines Postings sollte immer bedacht werden.

Ich möchte eine Marke aufbauen

Dann ist mir das Image meiner Firma besonders wichtig. Ich zeige hübsche, glückliche Menschen, die ohne mein Produkt nicht so glücklich oder gar hübsch wären. Allerdings steht nicht das Produkt sondern das Feeling im Vordergrund.

Ich möchte Produkte verkaufen

Zum Verkaufen eignen sich natürlich häufig Sonderangebote, Rabatte, 3 für 2 Angebote und ähnliches. Vor allem möchte ich Kunden immer wieder reaktivieren. Dabei sind Tools wie eine Newsletteranmeldung oder Facebook-Pixel sehr hilfreich.

Ich möchte Likes sammeln

Es ist auch legitim einfach nur eine Seite mit vielen Likes aufbauen zu wollen. Nicht immer sinnvoll, aber legitim. Nicht wirklich sinnvoll, da Interaktionen der User mit den eigenen Beiträgen die Kennzahl ist, die die Algorithmen entscheiden lassen, wer deinen neuen Beitrag sieht. Viele Likes heißt demnach nicht automatisch eine große organische Reichweite.

Viele Likes sind zum Beispiel durch Gewinnspiele (dabei die Richtliene der Social Media Plattformen beachten: nicht immer darf ein Like eine Bedingung für ein Gewinnspiel sein) zu erreichen.

Ich möchte Mitarbeiter rekrutieren

Dann ist Employer Branding das richtige Stichwort: Videos und Bilder, die darauf ausgerichtet sind zu zeigen, dass sich die Mitarbeiter wohlfühlen und Vorteile genießen, die es bei anderen Firmen nicht gibt. Die Firma wird dabei als solides und hippes Unternehmen dargestellt.

Ich möchte mich als Experte darstellen

Dabei versuche ich so viel Wissen weiterzugeben wie möglich - die ganz guten Tricks behalte ich in der Hinterhand. Das ist auch genau das Ziel, welches ich mit meinem YouTube Kanal verfolge. Wer auf YouTube “Contao” eingibt, kommt an meinem Gesicht praktisch nicht mehr vorbei. Daher erhalte ich auch regelmäßig Anrufe oder Mails von Kunden, die mich über meine Videos gefunden haben. Diesen Blogpost schreibe ich aus selbigen Grund ;-)

Kann ich nicht einfach alles machen?

Jein - selbst, wenn sich nicht alle Ziele prinzipiell ausschließen, können sie einander durchaus schaden. Ist diese Brand und dessen Produkte wirklich so wertvoll und besonders, wenn ständig Sonderrabatte veröffentlicht werden? Warum soll ein User einer Seite folgen, wenn dort ständig nur Jobofferten veröffentlicht werden, die ihn nicht ansprechen.

Wie immer sorgt die Menge fürs Gift, ich würde allerdings raten sich bei jedem Post zu fragen, ob dieser nun zielführend für die Social Media Präsenz ist.

Die Plattformfrage

Je nachdem, welches Ziel mit der eigenen Social-Media-Kampagne verfolgt wird, eignet sich eine Plattform wahrscheinlich besser als eine andere.

Infografik: Instagram ist das News-Medium der Generation Z | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Content: das Herz der Kampagne

Anhand dieser Statistik wird deutlich, welche Zielgruppen auf den jeweiligen Plattformen anzutreffen sind. Darüber hinaus sollte man sich allerdings auch darüber im Klaren werden, wie der entsprechende Content aufbereitet werden muss, damit auf der Plattform positiv aufgenommen und geteilt wird.

Beispiel: mein 15 min Tutorial werde ich sicherlich nicht auf Instagram, sondern auf YouTube hochladen. Die Top 5 Funfacts mit Emojis lade ich auf Facebook und nicht Linked in hoch. Das zweiseitige Essay über die Nutzung von Contao kommt auf Xing, während ich auf TikTok meine Hüfte schwinge.

Mittlerweile entscheiden auf allen Plattformen intelligente Algorithmen darüber, was welchem User angezeigt werden. Jeder User soll den Inhalt sehen, den ihn am wahrscheinlichsten interessiert. Sorge daher mit deinen Posts dafür, dass deine Follower mit deinem Content interagieren: ihn liken, teilen, kommentieren. Geschieht dies, werden ihm deine Inhalte wieder und wieder angezeigt. Diese Spirale funktioniert in beide Richtungen.

Fazit

Für ein erfolgreiches Social-Media-Marketing braucht es mehr als witzige Katzenbilder. Hier die fünf wichtigsten Schritt in Kürze:

  1. Definiere ein klares Ziel
  2. Werde dir über eine Zielgruppe im Klaren
  3. Wähle die Plattform auf der deine Zielgruppe vertreten ist
  4. Erstelle regelmäßig Content passend zur Zielgruppe und Plattform
  5. Interagiere mit deiner Zielgruppe

Hast du noch fragen? Schreib mir doch gerne eine E-Mail!

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